Die Kreditlandschaft im Januar 2026

Der Start ins Jahr 2026 bringt für Konsumentenkredite, wie etwa Raten- und Autofinanzierungen, weiterhin keine Entspannung. Die Zinssätze verharren insgesamt auf konstantem „Hochniveau“, ohne deutliche Ausschläge nach oben oder unten. Anders zeigt sich die Lage im Bereich der Baufinanzierungen: Hier sind spürbare Veränderungen zu beobachten, die jedoch nicht im Sinne der Verbraucher ausfallen. Bereits kurz vor dem Jahresende 2025 zogen die durchschnittlichen Bauzinsen deutlich an. Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick: Seit der Mitte der zweiten Kalenderwoche 2026 sinken die Durchschnittswerte wieder leicht – wenn auch nur um wenige Prozentpunkte. Für angehende Bauherren bedeutet dies zumindest eine minimale Entlastung.
- Stagnierendes Zinshoch: Raten- und Autokredite zeigen im Vergleich zum Vormonat keine spürbaren Veränderungen
- Durchschnittliche Mindestsollzinsen für Baufinanzierungskredite knacken die Benchmark von 4 Prozent pro Jahr
- Marginale Erholung der Bauzinsen im Januar 2026
Zinsentwicklung im Januar 2026
Ratenkredite
Zum Jahresbeginn 2026 zeigten die Durchschnittswerte für private Ratenkredite nur minimale Veränderungen gegenüber dem Vormonat. Die durchschnittlichen Mindest-Sollzinsen stiegen um 0,01 Prozentpunkte von 3,71 auf 3,72 Prozent p. a., während die Zweidrittelzinsen um denselben Wert sanken. Die Entwicklung innerhalb eines Jahres macht deutlich, dass der Mittelwert der minimalen Sollzinsen im Januar 2026 nahezu auf dem Niveau des Januars 2025 geblieben ist. Spürbar dynamischer verlief hingegen die Entwicklung der gebundenen Zweidrittelzinsen: Im ersten Quartal 2025 kletterten diese von 6,99 bis auf 7,40 Prozent p.a. und hatten sich anschließend – geprägt von kleineren, wiederkehrenden Schwankungen – bis zum Januar 2026 auf diesem erhöhten Niveau eingependelt.
Ein Blick auf unser Anbieter Ranking für Ratenkredite zeigt, dass die Minimalzins-Rangliste gegenüber dem Dezember 2025 faktisch stabil bleibt. Nur der letzte Platz wechselte den Anbieter, das Durchschnittsniveau bleibt jedoch nahezu unverändert. Im Anbietervergleich der besten 2/3‑Effektivzinsen rückten mit neuen Zinskonditionen sowohl die ING als auch die SKG Bank – letztere sogar mit zwei unterschiedlichen Kreditangeboten – in die Top Fünf vor und belegten die Plätze Drei, Vier und Fünf.
| Beste Effektivzinsen | Beste 2/3-Effektivzinsen | ||
|---|---|---|---|
| Anbieter | Zins p.a. | Anbieter | Zins p.a. |
| OFINA | -0,40% | Deutsche Skatbank | 5,33% |
| Smava | -0,40% | SWK Bank | 5,89% |
| Verivox | 0,68% | SKG Bank (Sofortkredit) | 5,89% |
| creditolo | 1,95% | SKG Bank (Ratenkredit) | 6,19% |
| Bon-Kredit | 2,79% | ING | 6,37% |
Autokredite
Auch bei Autokrediten präsentierten sich die durchschnittlichen Zinsen im Jahresverlauf 2025 überwiegend stabil. Parallel zu allgemeinen Ratenkrediten, schlugen im März 2025 die Zinsskalen leicht nach oben aus. Anschließend glätteten sie sich wieder, begleitet von nur moderaten Schwankungen. Zum Jahresbeginn 2026 lagen die durchschnittlichen Sollzinsen bei 4,76 Prozent p. a., während die gebundenen Zweidrittelzinsen 6,75 Prozent p.a. erreichten.
In den Bestenlisten für Autokredite blieben die führenden Anbieter bei den 2/3‑Konditionen im Vergleich zum Vormonat zwar unverändert, allerdings wechselten sie die Platzierungsreihenfolge aufgrund angepasster Zinssatzangebote. Smava verteidigt mit –0,40 Prozent p. a. weiterhin den Spitzenplatz der minimalen Effektivzinssätze. Die ING DiBa rückt in dieser Kategorie dank neuer Aktionskonditionen ab mindestens 3,09 Prozent p. a. auf den zweiten Platz vor.
| Beste Effektivzinsen | Beste 2/3-Effektivzinsen | ||
|---|---|---|---|
| Anbieter | Zins p.a. | Anbieter | Zins p.a. |
| Smava | -0,40% | ING | 5,21% |
| ING | 3,09% | Santander | 5,39% |
| Postbank | 3,25% | SWK Bank | 5,89% |
| TARGOBANK | 3,49% | Bank of Scotland | 5,94% |
| SWK-Bank | 4,99% | DKB | 6,39% |
Baufinanzierungen
Da war es passiert: Mitte Dezember 2025 überschritten die durchschnittlichen Mindest‑Sollzinsen für Baufinanzierungen im Neugeschäft erstmals seit Dezember 2023 wieder die Marke von 4,00 Prozent p.a. und landeten in der Spitze, ausgerechnet zu Weihnachten, sogar bei 4,09 Prozent p.a.. Der einzige Trost für zukünftige Bauherren: Im Januar 2026 deutet die Zinskurve wieder eine leicht sinkende Tendenz an.
Selbstverständlich ist auch im Ranking der besten Anbieter ein Anstieg der Baufinanzierungszinsen zu beobachten. Bei den Minimalzinsen blieb creditweb mit 3,09 Prozent p. a. zwar an der Spitze, jedoch verteuerten sich mehrere Anbieter im Mittelfeld spürbar. Auch bei den repräsentativen 2/3‑Effektivzinsen gab es Bewegung: Die DTW Immobilienfinanzierung übernahm mit 3,39 Prozent p. a. die Führung, während Dr. Klein, nach einem deutlichen Zinsanstieg in seinem Angebot, auf Platz Zwei zurückfiel. Insgesamt zeigte der Markt einen Anstieg der Zinsen bei weiterhin engem Wettbewerb.
| Beste Effektivzinsen | Beste 2/3-Effektivzinsen | ||
|---|---|---|---|
| Anbieter | Zins p.a. | Anbieter | Zins p.a. |
| creditweb | 3,09% | DTW Immobilienfinanzierung | 3,39% |
| Dr. Klein | 3,22% | Dr. Klein | 3,57% |
| CE-Baufinanz | 3,23% | PSD-Bank Nürnberg | 3,67% |
| BAUFI 24 | 3,34% | creditweb Baufinanzierung | 3,71% |
| DSL Bank | 3,37% | 1822direkt Baufinanzierung | 3,74% |