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Kredit-News im Juni 2026: Sparen für Wohneigentum als Altersvorsorge, Gender-Gap beim Immobilienkauf und Kfz-Finanzierungsanteile verlagern sich in den privaten Sektor

Beitragsbild Kreditnews Juni 2026
© yuliia/stock.adobe.com

Drei aktuelle Studien und Datenauswertungen geben diesmal spannende Einblicke in das Finanz- und Sparverhalten der Deutschen. Die Frühjahrsumfrage der privaten Bausparkassen zeigt: Altersvorsorge bleibt das dominierende Sparmotiv – und Wohneigentum behauptet sich trotz hoher Hürden als relevantes Ziel. Eine neue Dr.-Klein-Studie wirft einen kritischen Blick auf den Gender-Gap bei Finanz- und Immobilienthemen: Frauen fühlen sich beim Thema Baufinanzierung deutlich unsicherer als Männer – besonders in der Generation Z ist der Abstand groß. Und der Bankenfachverband liefert mit seinen Jahreszahlen zur Kfz-Finanzierung 2025 ein differenziertes Bild: Während das Privatkundengeschäft zulegt, bremst die Investitionszurückhaltung im gewerblichen Bereich. Erfahren sie mehr in unseren News.


Altersvorsorge und Wohneigentum: Was Deutsche 2026 wirklich zum Sparen bewegt

Wichtigste Details

  • 59 Prozent der Deutschen sparen primär für die Altersvorsorge – sie bleibt das klare Spitzenmotiv
  • Wohneigentum liegt mit 36 Prozent auf Platz drei, trotz hoher Hürden beim Erwerb
  • Der Bausparvertrag behauptet sich als beliebte Anlageform und liegt mit 26 Prozent sogar vor Aktien

Die Frühjahrsumfrage 2026 des Verbands der Privaten Bausparkassen zeichnet ein klares Bild: Die private Altersvorsorge dominiert das Sparverhalten in Deutschland. Mehr als die Hälfte der über 2.000 Befragten ab 14 Jahren nannte sie als wichtigstes Sparmotiv – trotz wirtschaftlicher Unsicherheit, gestiegener Wohnkosten und einer anhaltenden Debatte um die gesetzliche Rente.

Dahinter folgen Konsumsparen (43 Prozent) und das Ziel Wohneigentum (36 Prozent). Letzteres behauptet sich bemerkenswert stabil, obwohl hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie steigende Erwerbsnebenkosten den Einstieg ins Eigenheim für viele Haushalte erheblich erschweren. Verbands-Hauptgeschäftsführer Christian König betont, dass Wohneigentum längst nicht nur ein Wohnwunsch ist, sondern ein zentraler Baustein der Altersabsicherung. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband, die geplante Reform der privaten Altersvorsorge konsequent mit der Wohneigentumsbildung zu verknüpfen – insbesondere durch den Erhalt und die Stärkung der Eigenheimrente.

Auch beim Blick auf die Geldanlage zeigen sich interessante Verschiebungen. Klassische Sparformen dominieren: Girokonto (38 Prozent), Sparbuch (32 Prozent) und Tagesgeld (30 Prozent) liegen vorne. Der Bausparvertrag kommt auf 26 Prozent und rangiert damit klar vor Aktien (24 Prozent), was laut König die anhaltende Nachfrage nach planbaren, sicheren Sparformen mit klarem Zweckbezug unterstreicht.

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Frauen und Finanzen: Warum der Gender-Gap beim Immobilienkauf so hartnäckig bleibt

Wichtigste Details

  • Nur 21 Prozent der Frauen fühlen sich bei Finanzthemen sicher – bei Männern sind es mehr als doppelt so viele (44 Prozent)
  • Beim Immobilienkauf entscheiden Männer deutlich häufiger allein, Frauen gehen den Schritt öfter gemeinsam an
  • Besonders groß ist die Unsicherheit bei jungen Frauen der Generation Z

Eine repräsentative Studie von Dr. Klein unter mehr als 2.000 Personen in Deutschland belegt: Beim Thema Baufinanzierung und Immobilienerwerb klaffen Selbstwahrnehmung und Entscheidungsverhalten zwischen den Geschlechtern weit auseinander. Während sich fast jeder zweite Mann als finanziell versiert einschätzt, gilt das nur für rund jede fünfte Frau. Entsprechend fühlen sich zwei Drittel der Männer sicher genug, eigenständig Finanzentscheidungen zu treffen – bei Frauen ist es knapp die Hälfte.

Dieser Unterschied setzt sich beim Immobilienkauf fort: Männer entschieden sich deutlich häufiger für einen Alleingang (41 Prozent gegenüber 29 Prozent der Frauen), während Frauen den Erwerb öfter gleichberechtigt mit einem Partner angehen. Baufinanzierungsspezialistin Andrea Burgstaller von Dr. Klein sieht die Ursachen vor allem in strukturellen Faktoren – geringere und diskontinuierlichere Einkommen durch Teilzeitphasen schränken Eigenkapitalaufbau und Finanzierungsspielraum ein. Hinzu kommt eine häufig stärker ausgeprägte Risikoaversion.

Besonders auffällig: Junge Frauen der Generation Z zeigen die ausgeprägteste Unsicherheit. Nur 18 Prozent geben an, sich mit monetären Themen gut auszukennen – gegenüber 47 Prozent gleichaltriger Männer. Die Studie zeigt auch: Frauen suchen aktiv nach Orientierung – fast die Hälfte der weiblichen Kaufinteressierten hält eine professionelle Beratung für sinnvoll, bei Männern ist es nur ein Drittel.

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Kfz-Finanzierung 2025: Privatkunden legen zu, Firmengeschäft bremst

Wichtigste Details

  • Das Neugeschäft der Kreditbanken blieb mit 43,5 Mrd. Euro nahezu stabil, der Bestand wuchs um 2,6 Prozent auf 132,1 Mrd. Euro
  • Privatkundenfinanzierungen legten zu, während das gewerbliche Segment – insbesondere Flottenfinanzierungen – rückläufig war
  • Kreditfinanzierungen gewannen gegenüber Leasing an Boden; alternativ angetriebene Fahrzeuge spielen eine wachsende Rolle

Der Bankenfachverband hat die Jahreszahlen zur Kfz-Finanzierung 2025 vorgelegt – und das Bild ist zweigeteilt. Auf der einen Seite zeigt sich das Gesamtgeschäft der im Verband organisierten Kreditbanken bemerkenswert robust: Das Neugeschäftsvolumen blieb mit 43,5 Milliarden Euro weitgehend auf Vorjahresniveau, der Bestand legte sogar um 2,6 Prozent zu.

Deutlichster Trend: Privatkunden finanzieren wieder mehr, während Unternehmen bei Investitionen zurückhaltender werden. Das schwächelnde Flottengeschäft belastet den gewerblichen Bereich spürbar. Gleichzeitig verschiebt sich die Präferenz bei den Finanzierungsformen: Klassische Kreditfinanzierungen gewinnen, Leasing verliert an Bedeutung. Da die Zahl der finanzierten Fahrzeuge insgesamt leicht sank, erklärt sich das stabile Volumen vor allem durch höhere Fahrzeugpreise und veränderte Modellmixe – nicht durch mehr Abschlüsse.

Verbands-Geschäftsführer Jens Loa bringt es auf den Punkt: Die Finanzierung stabilisiert den Fahrzeugabsatz, kann eine allgemeine Investitionszurückhaltung im Markt aber nicht vollständig ausgleichen. Zudem rückt die Antriebswende zunehmend in die Finanzierungsstatistiken: Der Anteil alternativ angetriebener Fahrzeuge steigt in allen Segmenten – und Finanzierungsprodukte übernehmen dabei eine aktive Brückenfunktion für private wie gewerbliche Käufer.

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Weiterführende Informationen:

bausparkassen.de - Altersvorsorge bleibt Top-Sparmotiv: Wohneigentum behauptet sich trotz hoher Hürden

drklein.de - Dr. Klein Studie zeigt: Gender-Gap bei der Baufinanzierung

ssl.bfach.de - Kfz-Finanzdienstleistungen 2025: Kfz-Finanzierung stabil – Privatkundengeschäft wächst, gewerblicher Bereich rückläufig

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