EU eröffnet Defizitverfahren gegen Deutschland

Die Lage sieht prekär aus in Europa. Von 27 zur Europäischen Union gehörenden Ländern befinden sich im Moment 20 ein einem Defizitverfahren. Dieses wird von der Europäischen Kommission eröffnet, wenn der so genannte Maastricht-Wert überschritten wird. Dieser Wert gibt vor, dass ein Land, welches zur EU gehört, für Ausgaben maximal drei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandprodukts über die Aufnahme von Schulden finanzieren kann.


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Wenn die drei Prozent jedoch überschritten werden, befindet sich das entsprechende EU-Land in einem Staatsdefizit und es wird von der Kommission der Europäischen Union ein so genanntes Defizitverfahren eröffnet. Für das Jahr 2009 wird Deutschland den Maastricht-Wert um 0,5 Prozent überschreiten, im kommenden Jahr 2010, gleich um zwei Prozent.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage, die zum Defizit geführt hat, zieht die EU-Kommission den Knebel nicht so eng, sondern gibt Deutschland bis zum Jahr 2013 die Chance, den Maastricht-Wert wieder zu unterschreiten. Dennoch wurde als Vorgabe erteilt, dass es ab 2011 zu ersten Konsolidierungsmaßnahmen kommen müsse.

Das Bundesfinanzministerium warnt im gleichen Atemzuge davor, nun ein „Falsches Sparen“ zu betreiben. Aus dem Ministerium um den neuen Finanzminister hieß es deshalb heute: „Deutschland muss sich jetzt aus dem Abwärtssog der Krise freischwimmen. Falsches Sparen könnte das Land zu diesem Zeitpunkt wieder zurücktreiben lassen. Der Staat befördert deshalb weiterhin die wirtschaftliche Erholung mit maßvollen steuerlichen Impulsen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das Bundesregierung und Bundestag bereits auf den Weg gebracht haben, umfasst ein jährliches Entlastungsvolumen von 8,5 Milliarden Euro.“

Dem Staat geht es also nicht anders wie einem Privatverbraucher. Da wo Schulden vorhanden sind, müssen sie abgebaut werden, damit sie nicht eines Tages in eine Überschuldung führen. Gerade die Dispokredite sind hier ein wichtiges Thema, das jedoch oft vernachlässigt wird. Es werden hohe Überziehungs- bzw. Kreditzinsen gezahlt, Monat für Monat, Jahr für Jahr, und die Schuldenspirale wird immer schneller. Deshalb sollten sowohl Staat als auch der private Verbraucher auf die Schuldenbremse treten.

Beim Dispokredit gibt es dafür sogar eine recht praktische Lösung: Die Umschuldung. Damit werden Kredite, für die hohe Zinsen gezahlt werden, auf einen niedriger und dadurch auch günstiger verzinsten Kredit gelegt und damit auch aufgefangen durch einen neuen Kreditgeber. In unserem Kreditvergleich finden interessierte Leser gleich eine ganze Reihe solch zinsgünstiger Angebote.

Dem Geldbeutel tut ein solches Umwandeln der Schulden sehr gut, und so mancher Verbraucher kann dann auch besser schlafen, weil eine Rückzahlung dann absehbarer ist.

Und der Überziehungskredit sollte wirklich immer nur als eine Zwischenlösung der kurzfristigen Art gesehen, niemals aber zu einer Gewohnheit werden, wie es leider inzwischen bei vielen Menschen der Fall ist. Deshalb ist es besser umzuschulden, bevor dann die Schulden dank viel zu hoher Zinsen über den Kopf wachsen.