Wie inzwischen mehrere Medien berichten, ist davon auszugehen, dass die Zinsen für die Baufinanzierung in den nächsten Monaten ansteigen werden. Ein Anzeichen dafür sind die gestiegenen Aufschläge für so genannte Forward-Darlehen. Bei dieser Art von Kredit schließt man einen Vertrag über ein Darlehen, das erst in einigen Monaten oder Jahren ausgezahlt werden soll, zu vergleichsweise günstigeren Zinsen ab. Durch den vorzeitigen Vertragsabschluss und damit die Möglichkeit, niedrige Zinsen für die Baufinanzierung zu sichern, werden von den Kreditinstituten Aufschläge auf den Kreditzins erhoben.
„Paradoxerweise ist ein Forward-Darlehen dann am ehesten zu empfehlen, wenn die Aufschläge sehr hoch sind. Denn hohe Forward-Aufschläge sind ein Indiz dafür, dass mit steigenden Zinsen in den nächsten Monaten und Jahren zu rechnen ist.“, sagte dazu Max Herbst, der Chef der FMH-Finanzberatung, in einem Interview mit dem „Focus“.
Und genau diese Aufschläge steigen im Moment. Und es wird wohl kommen, was die Experten in diesem Bereich erweitern: Ein Anstieg der Zinsen im Bereich der Baudarlehen. Damit würde das Ende der derzeit noch nahezu historisch niedrigen Zinsen für den Bau oder Kauf eines Hauses eingeläutet werden. Wer also nun noch bei den noch günstigen Bauzinsen zugreifen, aber erst in ein paar Monaten oder Jahren ein Eigenheim kaufen oder bauen möchte, für den ist es nun langsam an der Zeit, sich nach einem geeigneten Forward-Darlehen umzusehen. Eine Hilfe bieten dabei Vergleiche, wie wir Sie unseren Lesern etwa auf dieser Seite anbieten.
Die hohen Aufschläge für Forward-Darlehen mögen zwar im ersten Moment für den Laien befremdend sein. Wohl aber sind sie immer noch niedriger als es die Zinsen nach der Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus bei der Baufinanzierung wären.
Außerdem wird es nach einer Erhöhung der Zinsen nicht viel bringen, einen Kreditvergleich durchzuführen, da die Zinsen dann bei den meisten Anbietern etwa gleich hoch sein werden – und eben hoch sein werden.
Günstiger als heute kann nicht gebaut oder gekauft werden, teurer geht es aber, und das wahrscheinlich schon in einigen Monaten. Darum: Wer noch nicht bauen oder kaufen will oder kann, weil noch der Rest vom Eigenkapital fehlt oder andere Gründe zum Warten zwingen, der sollte trotzdem schon jetzt ein Forward-Darlehen abschließen, um von der derzeit sehr günstigen Zinsen für die Baufinanzierung profitieren zu können. Und das auch noch dann, wenn die Zinsen längst in die Höhe geschnellt sind, man sich aber vorab schon mittels Forward die günstigen Bauzinsen bewahrt hat für die Zeit, in der dann wirklich das Eigenheim gebaut oder gekauft werden kann.
Wer jetzt baut und finanziert, der sollte eine lange Dauer der Zinsfestschreibung wählen, um bei der danach anstehenden Anschlussfinanzierung nicht mehr zu lange einen zu hohen Zinsaufschlag zahlen zu müssen.
