Die steigenden Preise in Deutschland sind für viele Bürger besorgniserregend. Es bleibt weniger in den Taschen und auch für die Ersparnisse gibt es dadurch deutlich weniger Zinsen als sowieso schon in der Zeit niedrigverzinster Geldanlagen. Auch im März 2011 stieg der Verbraucherpreisindex wieder, die Inflationsrate liegt nun bei voraussichtlich 2,1 Prozent.
Während der Anstieg zu den Vorjahrespreisen eher zu erwarten war, stimmt vor allem die Veränderung der Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Februar 2011 bedenklich. Mit einer Zunahme von 0,50 Prozent binnen eines einzigen Monats steuert Deutschland schnellen Schrittes auf eine Preisspirale zu.
Vor allem die Preise für Energie und Kraftstoffe machen dem Geldbeutel weiter zu schaffen, aber auch die niedrigen Zinsen für das Sparen bedrücken die Verbraucher.
Während die Europäische Zentralbank den Leitzins weiter künstlich niedrig hält und damit die Inflation in der Euro Zone weiter anstachelt, sind die Zinsen für viele Geldanlageprodukte immer noch im Keller.
Noch aber sind dies vorläufige Zahlen. Es könnte deshalb noch schlimmer kommen. Es wäre nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die Inflationsrate nach oben hin korrigiert werden müsste. Auch in der Preissteigerung bei den Kraftstoffen ist kein Ende in Sicht. Im April warten die Osterfeiertage – und damit neben Weihnachten und den Sommerferien die oft preisintensivsten Tage im Bereich Benzin und Diesel. Zudem ist der Streit um den neuen Biokraftstoff E10 immer noch nicht beigelegt.
Es ist viel im Argen für Verbraucher, wie man an der Preissteigerungsrate erkennen kann. Nur einen Vorteil hat der Leitzins, der unbeweglich auf 1,00 Prozent verharrt: Die Zinsen für Kredite und vor allem für Baufinanzierungen bleiben weiterhin auf einem guten Niveau, weshalb gerade jetzt noch die Zeit ist, einen Kredit aufzunehmen bevor die Zinsen wieder in die Höhe springen. Denn: Viele erwarten eine vorgezogene Erhöhung des Leitzinses auf April dieses Jahres.
